Am letzten Wochenende im Oktober war es wieder so weit. Der mittlerweile schon fast traditionelle Besuch von Sensei Shinji Akita aus England stand auf dem Kalender.

So begab es sich, dass am Morgen des 28. Oktobers viele gut gelaunte (und natürlich hoch motivierte) Karateka Ihren Weg nach Krefeld suchten und nach einem kurzen Kampf durch das Einbahnstraßengewirr auch fanden.
Das Training begann „Akita-typisch“ mit Tsukis. Kizami-Tsuki mit links, Gyaku-Tsuki mit rechts, Kizami-Tsuki mit links, Gyaku-Tsuki mit rechts... So dass die meisten schon nach kurzer Zeit gegen einen Schweißstrom zu kämpfen hatten. Praktischerweise wurde direkt im Anschluss selbstverständlich auch die andere Seite trainiert, damit auch keiner in Verlegenheit kam auszukühlen. Besonderen Schwerpunkt legte Akita Sensei hierbei auf die Arretierung der Hüfte und die Unterbauchspannung.

Anschließend wurde Oi-Tsuki im Schritt nach vorne geübt, allerdings mit einem bewusst kurzen Zenkutsu-Dachi. Ziel der Übung war es, sich darauf zu konzentrieren die Hüfte im Schritt vor zu schieben und die Fauststöße so weniger aus dem Oberkörper zu „schleudern“.
Der zweite Teil des 1. Trainings konzentrierte sich auf Mae-Geri. Nachdem die gesamte Gruppe mehrere Male getreten hatte, erkannte Akita Sensei, dass bei vielen noch der richtige „Start-Impuls“ fehlte. Um diesen zu entwickeln bzw. zu verbessern, übten wir zuerst einmal nur das „Ranziehen“ des hinteren Beins. „Pull! Not lift!“ (Ziehen! Nicht heben!) lautete hierbei die Devise. Es galt also das Trittbein möglichst schnell nach vorne zu ziehen um die nötige Start-Geschwindigkeit für den Mae-Geri zu entwickeln.
Nach einer (scheinbar viel zu kurzen) Verschnaufpause ging es auch schon los zur 2. Trainingseinheit. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Glückwunsch und „Hut ab“ allen Prüflingen, die nicht nur fleißig mittrainierten, sondern zwischen den beiden Einheiten auch noch Ihre Kyu-Prüfung absolvierten. Los ging es in der zweiten Runde wieder mit TsukiTraining. Diesmal jedoch nicht nur im Stand bzw. geradeaus, sondern vor und zurück (Chudan-Jodan) . Was sich im ersten Moment leicht anhört bzw. liest, erwies sich vor allem beim Partner-Training als echte Herausforderung. Jeder musste auf richtiges Timing und starke Kontrolle der Technik achten, um den Gegner nicht zu treffen bzw. selbst in dessen Faust zu laufen.
Der Tag fand einen wunderbaren Ausklang im Dojo von Nakayama-Krefeld, bei dem alle die Trainingseinheiten noch einmal bei Wein und Bier Revue passieren ließen.
Mehr oder weniger topfit standen am nächsten morgen wieder alle (oder fast alle) in der Halle. Ziel der letzten Trainingseinheit war die Festigung der bisherigen Übungen mit besonderer Konzentration auf Start-Geschwindigkeit und Kime. Nach dem Training verabschiedete sich Akita Sensei mit dem Versprechen nächstes Jahr wieder zu kommen. Wir alle freuen uns darauf und sagen solange Danke für das effektive und sehr motivierende Training. Bis nächstes Jahr!
OSS Rene